Die folgenden Videos geben Einblick in Grundlagen und Arbeitsweise von TRP-Traumatherapie.

 

"Stress, Trauma and Body" und "Riding an Anxiety Wave" sind Beiträge von Saj Razvi, geschäftsführender Direktor des Trauma Dynamics Center in Denver (USA). Saj Razvi ist zertifizierter Trauma Dynamics-Trainer, Psychotherapeut und supervidiert graduierte Psychologiestudenten im Trauma Dynamics Center in einem externen Graduiertenprogramm.

 

Video: Stress, Body and Trauma (engl.)

Das Video "Stress, Körper und Trauma" informiert über Stress und Trauma als non-kognitive Phänomene und warum diese als solche über Gesprächstherapien nur begrenzt zugänglich und bearbeitbar sind. Die autonomen, neurobiolgiosche Aspekte von Stress und Trauma werden klar und leicht verständlich dargestellt. Dauer: ca. 34 Minuten

 

 

Video: Riding an Anxiety Wave (engl.)

Das Video "Durchleben einer Angstwelle" zeigt eine Arbeitssequenz aus einer TRP-Sitzung mit einem Studenten. In dem Ausschnitt befindet sich der Klient in einem sogenannten "Eindämmungsprozeß", in diesem wird ein traumatisches Erlebnis seiner Vergangenheit gelöst. Hier ist sehr gut zu erkennen, wie stark körperempfindungsbetont die Aktivierungswelle des Traumas ist und wie wenig kognitiv basiert oder einsichtsbasiert.  Die Sitzung begann mit der Erzählung des traumatischen Erlebnisses bis der Klient die Reaktivierung in seinem Körper erlebte.  Beachten Sie auch, dass alle Bewegungen in diesem Ausschnitt unwillkürlich ablaufen. Containment (=Eindämmung) ist nicht Stille, sondern es bedeutet die Hemmung der willkürlichen Reaktionen damit die unwillkürlichen Bewegungen hochkommen können. Dauer: ca. 5 Minuten

 

 

Folgende Beiträge beschäftigen sich mit Prozessen der Übertragung im Alltag und im therapeutischen Prozess. Die Beiträge  sind von PhD Eric Wolterstorff, Entwickler von Trauma Recovery Protocol und Begründer des Love and Trauma Centers (Denver und Washington, USA). 

 

Video: Memory, Trauma and Transference, Part 1 (engl.)

Permanent übertragen wir Erinnerungen von wichtigen Personen aus der Vergangenheit auf Personen in unserer Gegenwart. "Gedächtnis, Trauma und Übertragung, Teil 1" erklärt, wie Prozesse der Übertragung unser Alltagserleben beeinflussen und uns davon abhalten können, die Gegenwart so zu erleben, wie sie ist.

 

Video: Traumatic Transference in Therapy (engl.)

Wenn traumatische Erlebnisse in einer Ingroup (Eigengruppe) geschehen, werden nicht nur die Erinnerungen an die eigene Person als Opfer gespeichert, sondern auch an die Positionen der anderen direkt oder indirekt beteiligten Menschen als eine Gestalt: Wer hat beobachtet? Wer hat davon gewusst? Wer war der Täter? Wer hat geholfen? Wer wurde verletzt? In diesem Video werden alle 4 Rollenaspekte eines traumatischen Geschehens genannt: Opfer (identifizierter Patient), Beobachter, Täter, Retter. Es wird erklärt, warum in der therapeutischen Arbeit die Erinnerungen an alle 4 Rollen integriert werden müssen und auf welche Weise dies geschehen kann.

 

Traumatic Transference, Part 1 (engl.)

Wenn Stress bzw. Angst in Systemen auftaucht, dann verfallen Menschen in unterschiedliche Verhaltensmuster (prozedurales Gedächtnis), wie identifizierter Patient oder Helfer. Phd Eric Wolterstorff spricht über Übertragungsprozesse und verknüpft diese mit Murray Bowen's Systemischer Therapie. 

 

Traumatic Transference, Part 2 (engl.)

Über verfestigte Verhaltensmuster und die Fähigkeit, zwischen verschiedenen Rollenverhalten wechseln zu können. 

 

Traumatic Transference, Part 3 (engl.)

Über das Ereignis-Erinnerungssystem und wie traumatische Erlebnisse in einer Eigengruppe (Ingroup) im Gedächtnis gespeichert werden. Teile diese Beitrags sind auch im Video "Traumatic Transference in Therapy" enthalten.

 

Traumatic Transference, Part 4 (engl.)

Über die therapeutischen Effekte der Integration der verschiedenen Trauma-Introjekte (Opfer, Retter, Beobachter, Täter).

 

Traumatic Transference, Part 5 (engl.)

Im Mutterleib lernt und übernimmt das Kind die Regulationsmuster der Mutter, das Kind entwickelt Bindungsverhalten und  typische Verhaltensmuster aus. Diese sind im prozeduralen Gedächtnis abgespeichert. Diese prozedurale Verhaltensmuster sind mit den - traumatischen - Inhalten des Ereignis-Erinnerungssystems verknüpft. PhD Eric Wolterstorff erklärt, wie diese Verknüpfungen im therapeutischen Prozess gelockert und verändert werden können. Durch diese Arbeit werden unser Beziehungs- und Verhaltensmuster weniger von unseren vergangenen Stress- und Traumaerfahrungen  beeinflusst und wir erleben mehr Flexibilität und Entscheidungsfreiheit.

 

Interview mit PhD Eric Wolterstorff geführt von Michael Ostrolenk (Voice for Hope Mission)

Traumatisierungen, physische sowie emotionale, die Einzelne während ihres Lebens erfahren, haben nicht nur Folgen für sie selbst, sondern haben auch Effekte auf ihre Freunde und Familie. Zum Beispiel, ein Kind wird die Angst seiner Mutter verinnerlichen. Umgekehrt können sich Traumaerfahrungen von größeren Gruppen auf die einzelnen Mitglieder einer Gruppe und jenen, mit denen sie interagieren, übertragen.

In diesem Podcast mit Michael Ostrolenk, erklärt PhD Eric Wolterstorff die physischen und neurologischen Bahnen, auf denen sich die Folgen von Traumata zwischen den Einzelnen und Gruppen für gewöhnlich bewegen.

 

Mehr über PhD Eric Wolterstorff therapeutische Arbeit mit Einzelpersonen und Gruppen auf www.loveandtrauma.com und seine Arbeit mit Traumata in Organisationen auf www.cooperativecapacity.com und seine Arbeit mit Ländern und Trauma www.sovereigntyfirst.com