Sekundäre Traumatisierung

Sekundäre Traumatisierung betrifft alle Berufsgruppen, die mit traumatisierten Menschen zu tun haben.

Darunter ist jene Belastung zu verstehen, die durch das Wissen über eine Traumatisierung ausgelöst wird, die einer anderen Person widerfahren ist. 

Es kommt auch zu einer Übertragung der Gefühle der Person auf den/die HelferIn.

Durch die Häufigkeit des Kontakts zu vielen unterschiedlich traumatisierten Personen kommt es zu einer kumulativen Traumatisierung.

Die Überforderung setzt meist schleichend ein, doch irgendwann ist es zuviel.

 

Betroffene HelferInnen leiden unter anderem unter Kummer, Ängsten, Gefühle der Hilflosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Albträumen, Schlaflosigkeit, haben Schwierigkeiten sich zu entspannen oder Freund zu erleben, und auch Schwierigkeiten Hobbies und Freundschaften zu pflegen, sie sind durch ihre beruflichen Eindrücke überlastet.

 

Schutzfaktoren, die die Ausprägungen von Sekundäre Traumarisierungen reduzieren, werden sowohl von ArbeitgeberInnen als auch AusbildnerInnen zu wenig berücksichtigt. Die Folge sind gravierende gesundheitliche Belastungen im Berufsleben.

 

Aktive Selbstfürsorge und die Stärkung der Resilienz sind wesentliche Elemente, um im sozialen Beruf dauerhaft gesund zu bleiben und Berufszufriedenheit zu erleben.